Wie effektiv ist Twittern?

An Twitter scheiden sich die Geister: für die einen ist es reine Zeitverschwendung sich an Twitter zu beteiligen und tun es als vorübergehenden Hype ab, für die anderen ist es spannend und sogar ein kraftvolles PR und Marketinginstrument.

Unbestreitbar ist, dass sich am „vorübergehenden Hype“ viele Internet User beteiligen. In diesem Zusammenhang hat Sysomos erst kürzlich eine Studie veröffentlicht, die sich mit dem Microblogging Dienst näher befasst.

Ein zentrales Ergebnis der Untersuchung ist, dass Twitter bereits heuer einen enormen Zuwachs verzeichnen konnte. So traten knappe 73 Prozent der Twitter User erst zwischen Jänner und Juni 2009 der Gemeinde bei.

Etwas ernüchternder ist da schon das Ergebnis, dass 5 Prozent der 11,5 Millionen untersuchten Twitter User für drei Viertel der Aktivitäten des Microblogging Dienstes verantwortlich sind. 21 Prozent der User haben sich hingegen noch überhaupt nicht beteiligt.

Spätestens hier stellt sich also die Frage nach der Effektivität von Twitter. Um eine Antwort finden zu können, sollte man sich die Vorteile von Twitter etwas näher ansehen.

Der Microblogging Dienst erfüllt wesentliche Aspekte von so genannten Web 2.0 Anwendungen, nämlich einfaches Publizieren von Inhalten und zwar von jedem Ort aus und zu jeder Zeit. Über die soziale Vernetzung entsteht darüber hinaus eine direkte Ansprache bzw. eine direkte Kommunikation mit dem Zielpublikum.

Für Unternehmen bietet Twitter so die Möglichkeit einen unkomplizierten Dialog mit seinen Kunden zu eröffnen. Zudem können aktuelle Trends schnell erfasst werden, neue Produkte und Dienstleistungen vorgestellt und publik gemacht werden und etwaige Kritik zur positiven Eigenentwicklung der Firma verwendet werden. In diesem Sinne dient Twitter der Online Reputation und kann dazu benützt werden unternehmensinterne Werte und Vorstellungen nach außen zu kommunizieren.

Doch auch abseits von PR und Marketingzwecken hat Twitter seine Existenzberechtigung bereits unter Beweis stellen können. Die einfache und unkomplizierte Handhabe des Dienstes ermöglicht einen schnellen Nachrichtenfluss, nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass er auch über das Mobiltelefon zugänglich ist.
So ist und war Twitter derzeit einer der einzigen Kanäle aus denen aktuelle Informationen aus dem Krisenherd im Iran an die Öffentlichkeit gelangen, nachdem Facebook, YouTube und das Mobilfunknetz von der Regierung zeitweise blockiert wurden.

Die 140 Zeichen bei Twitter sollten also nicht unterschätzt werden, denn nicht umsonst beteiligen sich berühmte und mächtige Persönlichkeiten und Unternehmen am Microblogging Dienst, wie beispielsweise Barack Obama oder Sony, wohingegen er gleichzeitig von China und dem Iran gefürchtet wird.

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One Response to “Wie effektiv ist Twittern?”

  1. [...] uneingeschränktes Vertrauen (Trust) schenken möchte ohne den Link selbst zu entfernen. Doch viele SEOs glauben mittlerweile nicht mehr daran, dass Nofollow-Links vollkommen unnütz sind, und Matt Cutts [...]

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