Was man in Sachen SEO von Wikipedia lernen kann

Wiki für SEO

Möchte man bei irgendetwas sehr gut werden, sollte man sich nach denjenigen umschauen, die es nahezu schon perfekt machen. Für die Suchmaschinenoptimierung bedeutet das, dass man sich die freie Online Enzyklopädie Wikipedia einmal etwas genauer ansehen sollte. Wikipedia hat es geschafft, dass die Seite für eine Vielzahl an Begriffen auf den ersten Plätzen gereiht wird und zwar bei allen großen Suchmaschinen.

Es macht also Sinn, wenn man schaut, was man von Wikipedia für die eigene Seite übernehmen kann bzw. was die Online Enzyklopädie so gut macht, um überall gelistet zu werden. Bei Wikipedia kann davon ausgegangen werden, dass nicht in erster Linie materielle Interessen verfolgt werden. Das bedeutet, dass die guten Platzierungen nicht auf eine professionelle Optimierung zurückgehen – was einschließt, dass man sich nicht aktiv um Backlinks bemüht, auch wenn diese logischerweise von alleine gesetzt werden – sondern anderswo angesiedelt sind.

Aus diesem Grund hier einmal laut gedacht, was denn an Wikipedia so besonders ist und folglich der SEO noch lernen kann.

1. Interne Verlinkung
Wenn man so will quasi schon ein Markenzeichen von Wikipedia ist, dass ein Artikel aus vielen Links besteht, die wieder auf andere Seiten von Wikipedia führen. Dabei handelt es sich immer um weiterführende Informationen zu einem Begriff. Diese Kreuzverlinkung bildet ein Netz, welches sich über die gesamte Seite spannt. Viel Futter also für die Spider der Suchmaschinen und noch dazu qualitativ hochwertiges und informatives. Zudem ergibt sich aus der Verlinkung ein für die Suchmaschine und auch für den User – kohärentes Bild, was schlussendlich sicherlich auch dazu beiträgt, dass Wikipedia dermaßen oft und gut in den SERPs vertreten ist.

2. Anchor Text
Bei der internen Verlinkung kann man beobachten, dass eine Seite immer mit dem passenden Anchor Text verlinkt wird. Nehmen wir das Beispiel „Schwefelsäure“. Dieser Begriff innerhalb von Wikipedia häufig verwendet und jedes Mal, wenn der Begriff in einem relevanten Zusammenhang vorkommt, wird genau mit dem Begriff selbst auf die Unterseite der Schwefelsäure gelinkt. Das stärkt die Unterseite und nachdem bei jeder Unterseite so vorgegangen wird, ist auch verständlich, warum die Seite insgesamt als Ganzes dermaßen stark ist.

3. Gute Seitennavigation
Eine gute Seitennavigation ist wohl auch bei der „normalen“ Suchmaschinenoptimierung eines der ersten Dinge, auf die geachtet wird. Bei Wikipedia kann man sehr schön sehen, dass innerhalb der Navigation nicht nur mit „Homepage“, „Impressum“ und dergleichen gearbeitet wird, sondern auch mit Menüpunkten wie etwa „verwandte Artikel“, „zufälliger Artikel“, „zum nächsten Artikel“ etc.

4. Nofollow Links
An diesem Punkt werden sich wahrscheinlich die Geister scheiden. In jedem Fall ist es bei Wikipedia so, dass alle ausgehenden Links auf nofollow gesetzt werden. Der nofollow Befürworter wird jetzt sagen, dass das auch gut so ist, damit der Linkjuice, der auf eine Seite fließt nicht verloren geht und mit anderen geteilt werden muss. Der Gegner hingegen wird argumentieren, dass der Linkjuice einfach verfließt, wenn man alle ausgehenden Links auf nofollow setzt.
Tatsache ist, dass sich Matt Cutts vor kurzer Zeit zu Wort gemeldet hat und zwar zum Thema ausgehende Links und nofollow. Dort meinte er, dass ausgehende Links mittlerweile ebenso wie die eingehenden Links für die Bewertung einer Seite herangezogen werden. Das bedeutet also, dass ausgehende Links – vorausgesetzt sie gehen auf qualitativ hochwertige Seiten – gut für das Ranking sind. Warum ist also Wikipedia dennoch gut gelistet, obwohl es mit dem nofollow Attribut arbeitet? Nun eine Erklärung könnte sein, dass es eine Autorität „nicht nötig hat“ sich ihr Vertrauen durch ausgehende Links zu erarbeiten, da sie ja bereits eine Autorität ist und am höchsten Status angelangt ist.

5. Updaten und aktualisieren
Obwohl Wikipedia sich weltweit einen Namen gemacht hat und von den Suchmaschinen als Autorität gewertet wird, kann man die Online Enzyklopädie auch als eine andauernde Baustelle bezeichnen. Das ist keinesfalls negativ gemeint, sondern im Gegenteil sehr positiv. An Wikipedia wird Tag und Nacht von Usern rund um die Welt gebastelt. Artikel werden upgedated, verbessert und neugestaltet. Hinzu kommt, dass täglich neue Artikel Zugang in das Nachschlagewerk finden und so den Suchmaschinen Spidern nie langweilig wird, wenn sie auf die Seite kommen. Nachdem sich die Spider nur am Text einer Seite orientieren können, wird ihr Hunger nach guten Inhalten auf Wikipedia immer wieder aufs Neue gestillt und befriedigt.

6. Qualität
Wie es sich für eine Enzyklopädie gehört, handelt es sich bei um qualitativ hochwertige Artikel abertausenden (Fach-) Begriffen. Die Ausführungen werden noch dazu mit Quellenangaben von seriösen Publikationen belegt und untermalt, was wiederum sicherlich einer der Hauptgründe für den Autoritätenstatus von Wikipedia ist.

Fazit

Es dürfte klar sein, dass es fast unmöglich ist, einen Wikipedia Status zu erreichen. Im Laufe der Zeit wird dem Online Nachschlagewerk nämlich auch von den Suchmaschinen nahezu blind vertraut, was auch wesentlich für die guten Rankings verantwortlich ist. Der Experte spricht in diesem Zusammenhang von einer Autorität. Dennoch hat auch Wikipedia irgendwann klein angefangen, was also bedeutet, dass die Prinzipien, die der Seite zugrunde liegen und oben angeführt wurden, hinsichtlich eines guten Rankings sicherlich förderlich sind.

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