Optimierung der Ladezeit einer Seite

geschwindigkeits-doping-lizenzfreiIm Zuge einer Suchmaschinenoptimierung muss man bekanntlich alles versuchen, um seine Seite so zu gestalten, dass sie Google so gut wie möglich passt. Dazu gehört beispielsweise eine schnelle Ladezeit, denn Seiten, die lange brauchen, bis sie aufgerufen werden können, müssen über kurz oder lang mit einem schlechteren Ranking rechnen.

Doch nicht nur hinsichtlich der Suchmaschinenoptimierung kann sich eine lange Ladezeit negativ auswirken, sondern auch hinsichtlich des Suchmaschinenmarketings. Eine lange Ladezeit beeinflusst den Qualitätsfaktor, welcher zur Berechnung des Klickpreises bzw. zur Positionierung der Anzeige dient, in einer negativen Art und Weise.

Seoline gibt heute Tipps dazu, wie man die Ladezeit einer Seite verbessern kann und somit seiner Positionierung in den SERPs etwas auf die Sprünge helfen kann. In diesem Zusammenhang möchte Seoline zu allererst ein SEO Tool vorstellen, mit dem sich die Ladezeit einer Seite messen lässt.

Dabei handelt es sich um den Ladezeiten-Check von HTMLWorld. Mit Hilfe dieses SEO Tools lässt sich herausfinden, wie groß die überprüfte Seite in ihrer Gesamtheit ist. Anhand dieser Kennzahl lässt sich in weiterer Folge dann die ungefähre Ladezeit der Seite errechnen.

Das SEO Tool ist in seiner Anwendung ganz einfach. Man gibt nur die entsprechende URL ein und klickt auf den „Prüfen“ Button und schon bekommt man die Ergebnisse für seine Seite ausgeliefert. Die einzelnen Dateien werden aufgelistet und je nach Größe und Ladezeit farblich gekennzeichnet. Die Farbschattierungen reichen von grün (sehr gut) bis dunkelrot (weniger gut). Die Ersteller des Tools raten dazu, eine Seite im grünlichen bzw. gelblichen Rahmen zu halten.

Was kann man nun aber machen, wenn die Ladezeit zu groß ist?

1. Grafiken

Verglichen mit Text, sind Grafiken teilweise richtige Speicherfresser. Dies wirkt sich natürlich entsprechend auf die Ladezeit einer Seite aus. Aus diesem Grund sollte man immer darauf achten, dass Bilder in speicherarmen Formaten auf der Seite unterbring – beispielsweise Jpegs oder Gifs, niemals aber Bitmaps.

Ein häufig begangener Fehler in diesem Zusammenhang ist, die Fotos aus der 10-Megapixel-Kamera einfach mit Hilfe von „width“ und „height“ ins richtige Format zu bringen. Zwar kann man so die Bildgröße anpassen, nicht aber die Speichergröße. Deshalb sollte man derartige Bilder immer bearbeiten und somit auch den Speicherplatz, den sie benötigen verringern.

Dies gilt auch für Thumbnails – also kleine Vorschaubilder von großen Bildern. Denn auch hier ist eine Anpassung mittels „width“ und „height“ nur eine optische Größenanpassung, die Speichergröße bleibt dieselbe.

Schlussendlich sollte man dann auch noch die Grafiken mit Hilfe der „width“ und „height“ Attribute ausstatten. Das hat den Vorteil, dass der Browser beim Laden der Seite sofort weiß, wie groß die einzelnen Bilder sind und die Größe nicht erst selbst berechnen muss. Dies spart wiederum Zeit und erhöht die Ladegeschwindigkeit.

2. HTML-Tags

Häufig kommt es vor, dass durch die Verwendung so genannter WYSIWYG-Editoren der Quelltext mit überflüssigen bzw. nicht benötigten Tags aufgebläht wird, was die Ladezeit verlängert. HTML-affine Webmaster sollten diese überflüssigen Tags entfernen. Für alle anderen gibt es auch Tools, die das in mehr oder weniger guter Qualität verrichten. Ein Beispiel hiefür ist der CSE HTML Validator (30 Tage Trailversion).

3. Tabellen

Tabellen sind bekanntlich der Tod für eine gelungene Suchmaschinenoptimierung. Deshalb sollte man erst gar nicht auf die Idee kommen, sie zu verwenden. Sollte es sich dennoch einmal in einem kleinen Ausmaß nicht vermeiden lassen, sollte man feste Größenangaben verwenden – das heißt also keine Prozentangaben. Auch hier erspart man dem Browser nämlich wieder Rechenarbeit und verringert somit die Ladezeit.

4. Java-Applets, Flash etc.

Bei Java-Applets und Flash-Animationen hat man meist das Problem, dass diese die Ladegeschwindigkeit einer Seite extrem bremsen können. Bei Java-Applets sollte man sich überlegen, ob diese wirklich von Nöten sind, denn meist können die gleichen Effekte mit einfachem JavaScript oder in einer anderen Weise – die nebenbei auch noch besser aus Sicht der Suchmaschinenoptimierung ist – erzielen.

5. Free Webspace

Möchte man einen gratis Webspace nutzen, sollte man sich darüber im Klaren sein, dass die Ladezeiten häufig lange sind, auch wenn man alles Nötige getan hat, um die Ladezeit zu optimieren. Meist liegt das an der Überlastung der Anbieter, weshalb sich vor allem kommerzielle Anbieter einen kostenpflichtigen Webspace leisten sollten.

6. Externe Inhalte

Häufig können auch externe Inhalte die Ladegeschwindigkeit drosseln. Ein Paradebeispiel hierfür sind Counter von Drittanbietern. Haben diese Ladeprobleme und befinden sich vielleicht auch noch in derselben Tabelle mit anderen Inhalten der Seite, kann dies zu minutenlangen Verzögerungen führen, oder im schlimmsten Fall dazu, dass gar nichts angezeigt wird.

Man sieht also dass es auch hinsichtlich der Ladegeschwindigkeit einer Seite viel zu beachten gibt. Am besten ist, wenn man bereits bei der Erstellung der Seite die nötigen Vorkehrungen trifft, dann muss man nicht im Nachhinein auf eine langwierige Spurensuche gehen.

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2 Responses to “Optimierung der Ladezeit einer Seite”

  1. seitlich sagt:

    Hallo hallo,

    ohne den gesamten Artikel auseinander nehmen zu wollen, nehme ich hier nur mal Bezug auf die Aussage,
    dass Tabellen “in jedem Fall” zu vermeiden sind!
    Und es stimmt in keiner Weise, dass Tabellen der Tod für eine SEO sind. Auch Tabellen werden von Google, Bing und Co. im Index aufgenommen. Schließlich geht es um den Klartext, die Information dahinter. Den Suchmaschinen ist es doch im Grunde genommen nur wichtig, dass der Surfer profitable Informationen erhält. Also der Inhalt zählt. Da ich ein Fachbuch für einen renommierten Fachbuchverlag verfasse, habe ich mich wohl oder übel mit diesem Thema auseinandersetzen müssen.
    Auch ich war, wie viele andere lange Zeit der Meinung, dass Tabellen nicht mit SEO zu tun haben.
    Stimmt aber nicht. Tabellen haben lediglich nichts im Layouting zu suchen. Mehr aber auch nicht.
    Tabellen dürfen natürlich benutzt werden. Tabellen haben eben den einen Sinn und Zweck der Darstellung tabellarischer Daten. Oder sollen nun ab sofort Listen benutzt werden für die Mannschaftsübersicht der vergangenen Saison einer Handballmannschaft? Oder, da sich Listen ja eher weniger eignen,, doch lieber ein Bild? Geht auch nicht gut. Vielleicht eine Definitionsliste? Nee, auch nur begrenzte Möglichkeiten der Präsentation relevanter Daten. Also weshalb sollten denn dann laut Deiner Aussage keine Tabellen benutzt werden? Es geht hier doch tabellarische Datenpräsentation. Denn so wie Du dies beschrieben hast, ist es absoluter Irrsinn und gleicht einem Himmelfahrtskommando eine Tabelle im (X)HTML zu verwenden. Natürlich sprechen verschiedene Fakten gegen die Verwendung von Tabellen, aber eben zu Layoutzwecken. An dieser Stelle sei die Crawlability genannt, also die Erfassung der Inhalte durch eine Suchmaschine. Aber auch da ist eine Inhaltstabelle nicht das Problem, sondern die bereits besagten Layouttabellen. Wenn eben Hunderte Tabellen, ineinander geschachhtelt bis zum Gehtnichtmehr, dann ist das kontraproduktiv für die Aufnahme im SE-Index. Oder aber aus Sicht der Usability und Accessibility, also Benutzerfreundlichkeit und Zugänglichkeit. Mitmenschen mit Barrieren haben eben Schwierigkeiten eine derart konstruierte Layouttabellen-Website zu erfahren. Aber nicht die einzelne Tabelle,welche zudem auch noch semantisch korrekt verwendet wird, mit entsprechenden Tags ausgeziechnet wurde (caption, das Attribut summary etc).

    Kurz und gut:
    Tabellen sind keineswegs böse, auch wenn diese leider bei zu vielen Kollegen gleichweg über einen ‘Kamm geschoren’ werden.
    Die Verwendung macht den Sinn, die Semaantik eine zugängliche Website und die “Dosis das Gift”
    (erweitertes Zitat von Paracelsus, respektive mir)

    Schönen Gruß aus Braunschweig. Und nicht als Angriff werten, sondern bitte als das, was es sein sol, konstruktive Kritik!

    König, Ludwig

  2. cash advance sagt:

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