Mythen rund um die Suchmaschinenoptimierung

SEO-Mythen
Für viele ist die Suchmaschinenoptimierung nach wie vor ein Buch mit sieben Siegeln. Diese Tatsache machen sich vor allem unseriöse Anbieter bei der Neukundengewinnung zu nütze und werben mit Angeboten, die fern ab der Realität sind, für den Laien allerdings durchaus gut klingen können.

Seoline möchte heute einige dieser Mythen aufgreifen und sich damit in erster Linie an SEO Neulinge wenden, die dabei sind sich zu überlegen, ihre Seite mit Hilfe der Suchmaschinenoptimierung zu bewerten. Durch die Auflösung der Mythen können sich Interessenten viel Geld und Nerven sparen.

1. Die richtigen Meta Tags sind ausschlaggebend
Zu Beginn der Suchmaschinen war es so, dass für das Ranking einer Seite fast ausschließlich die Meta Tags herangezogen worden sind. Die Folge davon war, dass die Suchergebnisse entsprechend schlecht waren und man keine relevanten Ergebnisse erhielt. Schnell wurden die Algorithmen der Suchmaschinen angepasst und so gibt es heute bei Google beispielsweise über 200 Kriterien, die die Platzierung in den SERPs bestimmen. Die Meta Tags nehmen in diesem Zusammenhang nur noch einen sehr geringen Stellenwert ein und können allein nicht mehr für ein gutes Ranking sorgen.

2. Eine Homepage bei möglichst vielen Suchmaschinen anmelden
Häufig wird damit geworben, dass eine Seite bei möglichst vielen Suchmaschinen angemeldet wird. Das mag im ersten Augenblick vielleicht einleuchtend klingen, bringt im Prinzip aber gar nichts. Im deutschsprachigen Raum gibt es nämlich nur eine bzw. drei Suchmaschinen, die von Relevanz sind. An erster Stelle steht Google. Die Suchmaschine kann circa 90 Prozent der Suchanfragen für sich verbuchen. Dahinter mit einem vergleichsweise verschwindend geringen Anteil kommen Yahoo! und Microsofts Suchmaschine, die auf jeweils nur drei Prozent kommen. Die übrigen Prozent verteilen sich auf die zahlreichen anderen Suchmaschinen, die folglich so gut wie gar nicht genutzt werden und somit auch vernachlässigt werden können.

3. Es kommt nur auf den PageRank an
Der PageRank von Google gibt im Prinzip nichts anderes an, als wie viele eingehende Links eine Seite besitzt. Die Qualität der Links und die Relevanz einer Seite finden innerhalb des kleinen grünen Balkens nur begrenzt Berücksichtigung. Viel wichtiger ist mittlerweile der Trust Rank, welcher aussagt, in wie weit Google einer Seite vertraut und diese für wichtig einstuft. So kann auch erklärt werden, warum es eine Seite mit einem PageRank 3 innerhalb der Suchergebnissen vor eine Seite mit einem PageRank 5 schafft.

4. AdWords nehmen Einfluss auf die organischen SERPs
Auch diese Aussage ist falsch. Die bezahlten Anzeigen bei Google (oben und am rechten Rand) haben keinen Einfluss darauf, wie gut eine Seite in den organischen Suchergebnissen gelistet wird.

5. Ausgehende Links sind schlecht für das Ranking
Lange Zeit waren viele der Meinung, dass man ausgehende Links mit dem nofollow Attribut ausstatten sollte, damit diese Links für die Suchmaschinen praktisch nicht existent sind. Man wollte damit verhindern, dass die eingehende Link Power nicht wieder an andere weitergegeben wird und man so sein eigenes Ranking verbessern kann. Es hat sich allerdings herausgestellt, dass gute ausgehende Links – im Sinne des Mehrwerts – einen positiven Einfluss auf die Platzierung einer Seite haben.

6. Viele eingehende Links sind gut für das Ranking
Wieder falsch. Zwar sind qualitativ hochwertige Links durchaus förderlich für das Ranking und dürfen für Top Ergebnisse nicht mehr fehlen, dennoch kommt es mehr auf die Qualität als auf die Quantität an. Die Algorithmen der Suchmaschinen sind nämlich mittlerweile dazu in der Lage, die Qualität eines Backlinks zu identifizieren. Bekommt eine Seite viele Backlinks von schlechten Seiten – beispielsweise Seiten, die ihre Links verkaufen, oder Malware vertreiben – wird sich das Ranking eher verschlechtern als verbessern.

7. Je höher die Keyword Dichte, desto besser
Es ist zwar sinnvoll die Suchbegriffe, für die man ein gutes Ranking haben möchte, zu verwenden, allerdings in einem gesunden Ausmaß. Werden diese zu häufig verwendet, ist das für Google Spamming, was zum Ausschluss aus dem Index führen kann.

Man sieht also, dass viele Dinge, die sich gut anhören und deswegen auch zum Kundenfang verwendet werden, nicht der Wahrheit entsprechen. Seoline rät deshalb jedem, der sich für eine Suchmaschinenoptimierung entscheidet, sich vor derart unseriösen Angeboten in Acht zu nehmen und nicht alles blind zu glauben, was einem so aufgetischt wird.

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