Der Google Killer ist nun Online – der Unterschied zu Google

Nun ist es endlich soweit: die lang erwartete Suchmaschine Wolfram Alpha ist Online. Viele haben schon darüber geschrieben, nun wollen auch wir ein paar Zeilen darüber verlieren. Der Hauptunterschied von Wolfram Alpha zu Google ist die Weise, wie Ergebnisse generiert werden: Google verwendet den eingegebenen Suchbegriff und durchforstet das gesamte Netz nach Seiten, wo der entsprechende Begriff vorkommt. In weiterer Folge werden die Seiten dann anhand vieler Kriterien gerankt und in den Suchergebnissen aufgelistet. Google gibt also nur etwas wieder, was im Internet bereits explizit niedergeschrieben wurde. Wolfram Alpha hingegen berechnet so zu sagen die Antwort und greift dabei auf zuverlässige Datenquellen zurück. Folglich kann auch auf Fragen eine Antwort gegeben werden, die im Internet noch nicht explizit niedergeschrieben wurde. Stephen Wolfram versteht darunter: „Computational Knowing Engine“.

Dabei ist das große Interesse (bereits jetzt PageRank 7) im Wesentlichen auf zwei Punkte zurückzuführen: zum Einen auf die revolutionäre Funktionsweise von Wolfram Alpha und zum Anderen auf den „Erschaffer“ Stephen Wolfram. Dieser promovierte im Alter von 20 Jahren im Fach der theoretischen Physik. In weiterer Folge konnte er mit spannenden Veröffentlichungen immer wieder von sich reden machen. Bereits in den 80er Jahren entwickelte Wolfram ein Programm, das Banker (für Prognosen der Kurse) und Forscher auch heute noch in Verwendung haben.

Der IT-Experte Nova Spivack äußert sich im Vergleich zwischen Google und Wolfram Alpha dahingehend, dass Google ein Bibliothekar des Internets sei. Wolfram Alpha hingegen sei ein großer Taschenrechner, der Antworten auf gestellte Fragen berechnet. Dabei werden die Ergebnisse, die bei einer Sucheanfrage bei der neuen Suchmaschine gestellt werden, grafisch aufbereitet, sodass diese für den User leichter verständlich sind.

Dabei sind die Möglichkeiten, die Wolfram Alpha ermöglicht vielschichtig. Beispielsweise können die Firmenkennzahlen zweier Unternehmen verglichen werden, oder aber das Wetter am Tag der Ermordung von John F. Kennedy.

Unter allen Vorzügen, schätzen die Experten der Seoline GmbH die beiden Suchmaschinen allerdings nicht als direkte Konkurrenz ein eher als Ergänzung des Anderen. Bedingt durch die Datenverarbeitung von Wolfram Alpha ist es nämlich nicht möglich den neuesten Tratsch und Klatsch über Britney Spears zu erfahren. Ebenso wenig wird man Sonderangebote von diversen Online Shops finden, oder Billigflüge.

Dennoch scheint Google eine Art Erfurcht vor Wolfram Alpha zu haben. Der Suchmaschinenprimus hat nämlich bereits eine Erweiterung der Standardsuche angekündigt, die verdächtige Ähnlichkeiten mit der Funktionsweise von Wolfram Alpha besitzt – allerdings in sehr abgespeckter Form.
Seoline geht davon aus, dass sich die beiden Suchmaschinen – so wie sie zum jetzigen Zeitpunkt aufgebaut sind – hinsichtlich der Userzahlen nicht wirklich in die Quere kommen werden. Sehr interessant wird Wolfram Alpha allerdings für wissenschaftliche Arbeiten und statistische harte Daten.

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