Google in Frankreich vor Gericht

Google vor Gericht

Google bekommt wegen seines Buch-Digitalisierungsprojekts immer mehr Probleme. Nun haben sich französische Verlage zusammengeschlossen und gegen das US-amerikanische Unternehmen Google Klage eingereicht.

Konkret geht es bei der Anklage vor dem Pariser Landesgericht darum, dass Google Fälschung vorgeworfen wird. Der Suchmaschinenkonzern habe nämlich ohne Genehmigung Bücher auf elektronische Weise vervielfältigt.

In die Schlacht gegen Google ist sowohl der Schriftstellerverband SGDL – Société des gens de lettres de France – als auch der französische Verband SNE – Syndicat National de l’Edition – der insgesamt 530 Verlage vertritt.

Der Traum einer weltweiten Großbibliothek

Bereits vor einigen Jahren hat Google mit der Digitalisierung von Büchern begonnen. Die digitalisierten Bücher will Google in einer über das Internet weltweit zugänglichen Bibliothek bereitstellen. Im Oktober des letzten Jahres wurde in diesem Zusammenhang eine Vereinbarung zwischen Google und den US-amerikanischen Autorenverbänden getroffen. Diese Vereinbarung sieht vor, dass der Suchmaschinenprimus Google für die Summe von 125 Mio. US-Dollar das Recht erhält, mehrere Millionen Bücher von Büchereien und Universitäten zu scannen, um diese anschließend ins Internet zu stellen. Von der Vereinbarung betroffen sind auch Werke, die urheberrechtlich geschützt sind.

Indes wird es auch in den Vereinigten Staaten brenzlig für Google. Das Justizministerium hat nämlich bereits in der vergangenen Woche Einspruch gegen die besagte Einigung der Verleger- und Autorenverbände mit Google eingelegt. Für Anfang des kommenden Monats wäre eigentlich eine Anhörung geplant gewesen, die nun aber aufgeschoben wurde, um mehr Zeit für weiterführende Gespräche zu gewinnen.

Related posts:

  1. Übersicht der Google Penalties
  2. Google Caffeine – Frequently Asked Questions
  3. Google Docs will nun auch Studenten anlocken
  4. Wie wird man eigentlich in Google News gelistet?
  5. Wie effektiv ist Twittern?

Leave a Reply