Webmasterfriday: Cascading Style Sheets – CSS optimieren

css-optimierenWie jedem SEO und jedem Webdesigner, der einmal mit der anderen Seite zu tun gehabt hat, bekannt sein dürfte, kann es oft sehr schwer sein, eine Webseite sowohl auf die Bedürfnisse eines SEOs als auch auf die Bedürfnisse eines Webdesigners abzustimmen.

Nachdem Google aber häufig so seine Probleme hat eine Seite zu spidern, muss man der Suchmaschine etwas auf die Sprünge helfen. Die Spiders von Google können sogar mit Kindern verglichen werden, denn man muss ihnen stets dabei behilflich sein, die Inhalte auf einer Seite zu finden und diese in weiterer Folge auch richtig zu verstehen.

Natürlich gibt es auch noch andere Suchmaschinen, doch haben diese zum Einen hierzulande einen weitaus geringeren Einfluss (Googles Marktanteil liegt bei circa 90 Prozent) und zum Anderen haben diese häufig noch mehr Probleme beim Spidern einer Seite als Google selbst.

Aus diesem Grund möchte Seoline heute ein paar Kniffe vorstellen, die eine Suchmaschinenoptimierung mit Cascading Style Sheets erleichtern.

7 CSS Tipps zur besseren Suchmaschinenoptimierung

CSS Pagination (Seitennummerierung)

Google hat oft ernste Schwierigkeiten mit dem Ranken von langen Artikeln, die in verschiedene Teile untergliedert sind. Normalerweise werden auch lange einseitige Texte im Ranking eher das Nachsehen haben.
Abgesehen davon steht in den meisten Fällen die Usabilty an erster Stelle um User dazu zu bewegen einen Text zu lesen. In diesem Zusammenhang will man die Leser normalerweise weder lange scrollen lassen wollen, noch jedes Mal klicken, um auf die nächste Seite zu gelangen.
Eine Lösung ist CSS Pagination. So kann man nämlich einen Text einfach in leicht verdaubare Teile untergliedern, während man das Ganze immer noch auf einer Seite hat. Somit kann man ein weiteres Manko von Google ausgleichen: nämlich dass zu lange Texte in der Regel nicht vollkommen gecrawlet werden.
Aufpassen sollte man sich allerdings hierbei, nicht ins Black Hat SEO zu verfallen. Versteckte Texte sollten vermieden werden, da es in der Regel nur eine Frage der Zeit ist, bis Google einem dahinterkommt.

Reine CSS Menüs

Bei vielen Webdesignern hält sich nach wie vor die Meinung, dass man neben reinen CSS Menüs auch noch beispielsweise JavaScript benötigt, um das Menü wirklich dynamisch zu machen. Das stimmt ganz einfach nicht, es gibt nämlich eine Menge von CSS Menü Lösungen, die „slick interactivity“ anbieten, was eine der besten Wahlen in Zusammenhang mit SEO und Google ist.

Nofollow Attribut

Wie bei der normalen Suchmaschinenoptimierung auch, sollte man ebenso bei der Verwendungen von CSS sparsam mit dem nofollow Attribut umgehen, auch wenn es sich bei vielen mittlerweile so eingebürgert hat, dieses zur Spam-Prävention zu verwenden.
In jedem Fall erklärte Matt Cutts erst kürzlich, dass ausgehende Links (gleich wie Backlinks) zu guten Seiten nützlich für das Ranking einer Seite sind.

Listen verwenden

Viele SEO Experten sind sich mittlerweile darüber einig, dass die Keyword Dichte keine maßgebliche Rolle für die Platzierung einer Seite in den SERPs spielt. Das soll heißen, dass es nicht so wichtig ist, ob ein Suchbegriff nun 20 mal in einem Text vorkommt, oder nur 5 mal.
Im umgekehrten Sinn kann man von Google eher abgestraft werden, wenn man es mit der Keyword Dichte zu gut meint (Stichwort: Keyword Stuffing). Was soll man also tun, wenn man dasselbe Wort immer wieder verwenden muss? In diesem Fall sollte man eine unsortiert oder sortierte Liste verwenden. Google erlaubt es nämlich, wenn man dasselbe Wort innerhalb einer Liste immer wieder verwendet, ohne eine Abstrafung fürchten zu müssen. Mit CSS ist es möglich Listen auf vielerlei Art und Weise zu gestalten, auch Listen, die nicht unbedingt nach Listen aussehen – sofern man dies vermeiden möchte.

Scalable Inman Flash Replacement

Häufig sind über CSS erstellte Überschriften zu wenig für einen Webdesigner. In vielen Hinsichten dürfte dies auch zutreffen, denn auch wenn wir uns mittlerweile im Jahr 2009 befinden, ist die Anzahl der Web-sicheren Schriftarten immer noch stark begrenzt. Aus diesem Grund haben viele Leute das Problem mit Hilfe von so genannten Bild-Replacement-Techniken, welche kurz gefasst die ursprüngliche Überschrift verbergen und diese durch ein Bild ersetzen, gelöst.
Dabei gibt es viele Replacement Techniken, wobei man schlussendlich immer sIFR (Scalable Inman Flash Replacement) verwenden sollte, da diese Technik von Google offiziell anerkannt wird. Hierbei wird Flash zur Darstellung der Überschrift verwendet, allerdings wird im Code immer noch die h* Überschrift verwendet.

Verwendung von h1, h2, h3… Überschriften

Die Überschriften Formate h1 etc. sollten nach wie vor verwendet werden. Wie bereits weiter oben erwähnt, ist der Google Spider wie ein kleines Kind, welches man an der Hand über die Seite führen muss. Aus diesem Grund muss man Google auch anhand der verschiedenen Überschriften Formate mitteilen, bei welchen Überschriften es sich um die wichtigsten und bei welchen um die weniger wichtigen handelt.

Absolute Positionierung

Je höher sich der Inhalt einer Seite im Quellcode befindet, desto besser sind die Auswirkungen auf eine gute Platzierung innerhalb der Suchergebnisse. Es dürfte bekannt sein, dass Google eine Seite nicht so wie wir sieht, sondern lediglich dessen Quellcode. Häufig sieht man Seiten, bei denen man im Quellcode ewig scrollen muss, bis man endlich an die Inhalte kommt. Hier kann es mitunter passieren, dass Google in der Mitte einfach aufhört zu crawlen und den eigentlichen Text der Seite gar nicht zu Gesicht bekommt. Logischerweise wird es eine solche Seite schwer haben, ein gutes Ranking zu erreichen.
Mit Hilfe von CSS ist es möglich die Inhalte ganz nach oben zu bringen, auch wenn sich diese im Browser dann unterhalb des Menüs befinden.

Im Rahmen des Webmasters Friday gibt es auch schon CSS-Optimieren-Beiträge im TagSeoBlog und im Psychic-SEO-Blog.


Weitere Internet-News by Seoline

Optimierung der Ladezeit einer Seite